Aktuelle Fußballtrainingszeit:

Donnerstag, 18.00 - 20.00 Uhr
Sportplatz Göschwitz

Schachtraining:

Montag, 19.00 - 23.00 Uhr
Café Immergrün - Gäste willkommen

Dienstag, 15.00 - 17.00 Uhr
Polaris - Jugendtraining (für Vereinslose und Spieler aller Vereine)

Ankunft in der Realität

Dass der zweite Ligaspieltag für unsere Teams nicht einfach werden würde, war bereits seit Monaten klar. Zu viele langfristige Absagen standen im Raum und es war abzusehen, dass die Ausfälle nicht alle kompensiert werden konnten.

Unsere 1. Mannschaft war in Liebschwitz zu Gast und unterlag trotz Siegen von Frank und Rich (Letzterer nach nur 17 Zügen!) knapp mit 3½:4½. Die Remisen von Heiko, Thomas und Basti reichten am Ende nicht, da es auch drei Niederlagen zu verschmerzen gab.

Das Auswärtsspiel unserer 2. Mannschaft, die immerhin den Ausfall ihrer beiden Spitzenbretter verkraften musste, verlief hingegen denkbar erfolgreich. Nervenstärke, Kreativität und das nötige Glück kamen zusammen und führten zu vier Siegen und vier Remisen, mithin zu einem überraschend deutlichen 6:2 gegen die spielstarken Gastgeber vom SV 1910 Kahla. Herausragend dabei die Siege von Wolfram und Danilo gegen ihre nominell favorisierten Kontrahenten!

Hauptleidtragende der vielen Ausfälle und Personalrochaden war unsere 3. Mannschaft, die gegen den Aufstiegsaspiranten aus Greiz über sechs verlorene Partien quittieren musste. Die Deutlichkeit der Niederlage täuscht allerdings etwas. Wenn man sich die einzelnen Begegnungen angesehen hat, weiß man, dass deutlich mehr drin war. Spielerisch war es trotz allem eine respektable Vorstellung, die Hoffnung darauf macht, dass uns der Klassenerhalt in der Bezirksklasse gelingt.

Bereits in zwei Wochen, am 9. Oktober, geht es mit dem nächsten gemeinsamen Heimspieltag weiter!

25. September 2022

Erfolgreicher Saisonauftakt in Jena

Am gestrigen Sonntag traten erstmals drei Mannschaften der fuß brothers mindestens auf Bezirksebene in den Thüringer Spielklassen an. Durch den erst letzte Woche gefassten Beschluss, in der Bezirksklasse Ost zu sechst zu spielen, trafen sich also insgesamt 44 Schachspieler zur ersten Runde in Göschwitz.

Dabei war der Spieltag ein Erfolg auf ganzer Linie. Der Ersten gelang in der Thüringenliga zum zweiten Mal in Folge das Kunststück, den Absteiger aus der Oberliga zu schlagen. Die Zweite hat als Neuling in der Bezirksliga gegen Weida einen starken 6:2-Erfolg erreicht. Am überraschendsten mag aber der deutliche Sieg der dritten Mannschaft in der Bezirksklasse gegen Meuselwitz 2 sein. Erfreulich ist, dass dabei mit Robert und Alex unsere zwei Debütanten jeweils einen vollen Punkt beigetragen haben.

Unsere beiden Aufsteigerteams stehen damit nach der ersten Runde jeweils auf Platz eins in ihren Ligen. Natürlich ist das nur eine Momentaufnahme. Viele weitere schwere Runden werden folgen und jeder weitere Mannschaftspunkt muss hart erkämpft werden, aber dennoch ein Grund, sich über das Wochenende zu freuen und mal genussvoll auf die Tabellen zu schauen.

12. September 2022

Thüringenpokal – Der Finaltag

Unser Spitzenspieler Heiko hat einen Bericht zum Thüringenpokal-Finaltag verfasst:

7:30 Uhr, Eichplatz Jena … Es ist noch ruhig an diesem trüben Samstagmorgen. Doch schon kurze Zeit später befinden sich vier Fußbrüder auf dem Weg nach Meuselwitz zum Finaltag des Thüringenpokals der Mannschaften.

Siege gegen Meiningen und Liebschwitz haben uns einen Platz im Halbfinale beschert, das komplettiert wird von den Mannschaften des SSV Weimar, der SG Arnstadt/Stadtilm und unserem Gastgeber, dem Meuselwitzer SV. Verhaltener Optimismus macht sich breit, denn nominell sind wir, Heiko (2282), Frank (2070), Stefan (1936) und Richard (1923), gut genug aufgestellt, um das Finale zu erreichen, welches zur Teilnahme am Deutschen Mannschaftspokal berechtigt.

Die Auslosung verheißt allerdings nichts Gutes, denn mit Weimar ziehen wir den mit Abstand unangenehmsten Gegner. Obwohl wir in der abgelaufenen Thüringenliga noch klar die Oberhand behielten (6:2), gestaltet sich die Sache an vier Brettern deutlich schwieriger. Der Kampf verläuft verbissen und unberechenbar. Bis auf Brett 1, an dem ich sehr bald einen klaren Vorteil auf Brett und Uhr verbuchen kann, stehen wir in den anderen Partien zuweilen recht bedenklich. Stefan hat einen Bauern weniger, Frank steht gefährdet und Richard hat eine Figur geopfert für unklare Kompensation. Trotzdem schieße ich wenig später das 1:0.

In der Folge wogen die Partien hin und her. Frank berappelt sich und bekommt eine angenehme Stellung, Stefan hat sich gewisse Chancen im Turmendspiel erarbeitet und was bei Richard passiert, weiß niemand so genau. Leider bricht dann das Unheil über uns herein. Frank stellt Material ein und muss aufgeben, Stefan übersieht einen Trick und verliert und Richard muss letztendlich ins Dauerschach einwilligen. So steht es am Ende 1,5:2,5 und wir sind RAUS!

Im Parallelkampf qualifiziert sich überraschend, aber nicht unverdient, der Meuselwitzer SV im Blitzentscheid gegen Arnstadt/Stadtilm fürs Finale und den Deutschlandpokal. Dabei trat Stadtilm zum Blitz nur noch mit 3 Spielern an, was den Wettbewerb natürlich verzerrte.

Als Trostpflaster gewinnen wir den Kampf um Platz 3 mit 3:1 gegen nur noch drei Stadtilmer bei Siegen von Stefan und mir (kampflos) sowie zwei Schwarzremisen von Frank und Richard. Sieger des Thüringenpokals 2022 wird der SSV Weimar durch ein 2,5:1,5 über Meuselwitz. Herzlichen Glückwunsch beiden Finalisten und Weimar zum Pokalsieg.

Was bleibt am Ende?

Weimar hat sich sehr stark präsentiert und ließ sich auch nicht vom schnellen Rückstand gegen uns aus der Ruhe bringen. Meuselwitz hat sich als Underdog super geschlagen, hätte im Halbfinale auch ohne Blitzentscheid gewinnen können.

Abschließend gilt unser Dank dem Meuselwitzer SV um Torsten und Anke Kohl für die gelungene Ausrichtung. Ein angenehmes und herzliches Ambiente sowie die liebevolle Versorgung mit Speis und Trank haben diese Veranstaltung abgerundet.

Was unser Abschneiden betrifft, möchte ich Gerhard zitieren: „Es wird jedes Jahr besser und so haben wir noch Luft nach oben!“

In dem Sinne auf ein Neues beim nächsten Thüringenpokal!

3. September 2022

Wir sind Thüringenmeister (in der U10)!

Nachdem die Corona-Regeln es wieder zuließen, ist unser Verein in der Saison 21/22 im Jugendbereich erfolgreich durchgestartet.
Im „Polaris“ konnten wir das Jugendtraining dauerhaft in drei Leistungsgruppen durchführen - die erste von Frank Z., die zweite von Gerhard und die dritte von Wolfram betreut. Seit einigen Monaten haben wir zusätzlich auch noch zwei Gruppen mit ukrainischen Kindern aufgebaut. Dazu kommen drei von Martin, Wolfram und Frank geleitete Schach-Arbeitsgemeinschaften am Carl-Zeiss-Gymnasium, an der Jenaplan-Schule und an der Montessori-Schule.
Ein herzliches Dankeschön geht außerdem an Tanja, Robert, Luca, Jo, Peter, Honza, Felix, Frank W., Carsten und alle anderen fuß brothers, die das Training unterstützten, die Betreuung auf Turnieren absicherten und wichtige Hintergrundarbeit leisteten.
Die Kinder und Jugendlichen waren super engagiert dabei, sind regelmäßig zum Training gekommen und haben mit großem Kampfgeist bei vielen Turnieren mitgespielt. Als Beispiele seien die U10, U12, U16- Mannschaften, die Einsätze in den Erwachsenenteams (Bezirksklasse und Kreisliga), die erfolgreiche Teilnahme an den Ostthüringer, Thüringer und Deutschen Einzelmeisterschaften, an der DSOL, beim Stern- und Spatzenturnier (zweimal) genannt. Dafür gebührt unseren jüngsten Vereinsmitgliedern große Anerkennung!
Und schließlich geht ein weiteres Dankeschön an Frau Riedel und das gesamte Team vom „Polaris“, genauso wie an die Jenaplan-Schule, das Carl-Zeiss-Gymnasium und die Montessori-Schule. Wir fanden jederzeit gute Trainingsbedingungen vor und konnten uns auf eine unkomplizierte Unterstützung verlassen.
Und wir waren sehr erfolgreich in der zurückliegenden Saison. Beim Spatzenturnier sind wir mit 17 Teilnehmern als größter Verein in Erscheinung getreten.
2021 gewann Jefim dort das U10-, 2022 Alexej das U8-Turnier.
Jefim, Julian, Alexej, Anton und Thure konnten in der U12 die Mannschaftsmeisterschaft des Bezirkes gewinnen und im Landesmaßstab einen sehr guten 3. Platz belegen.
Bei den Einzelmeisterschaften sind Lara, Isabella und Jefim Ostthüringer Meister geworden. Zur Landesmeisterschaft konnten wir mit sieben Spielern antreten. Jefim erhielt sogar eine Einladung zur Deutschen Meisterschaft, wo er uns mit einem tollen Endspurt und 5 erzielten Punkten überraschte.
Der größte Erfolg stellte sich schließlich beim letzten Turnier der Saison ein: Die U10-Mannschaft mit den Aktiven Jefim, Alexej, Anton und Bastian errang den Titel des Thüringenmeisters und darf uns Ende Dezember bei der Deutschen Vereinsmeisterschaft in Berlin vertreten.
Nach den Sommerferien wollen wir so weitermachen und freuen uns schon darauf, bei vielen Turnieren wie dem Geraer-Jugend-Open und dem Stern-Turnier mitzuspielen.

9. August 2022

Saisonabschluss Bezirksklasse

Der dritte Juli ist ein denkbar ungewöhnlicher Tag, um die 5. Runde der Bezirksklasse Ost zu bestreiten – und mit diesem fünften Spieltag eine neun Spieltage umfassende Saison zu beenden. Eine denkwürdige Saison zudem. Nach den unvollendeten Saisons 2019/20 und 2020/21 sollte dieses Jahr wieder mal eine Saison zu Ende gespielt werden. Das Saisonziel lautete für die zweite Mannschaft Aufstieg. Vor dem letzten Spieltag standen die Zeichen allerdings denkbar ungünstig für unser Anliegen. Wir hatten in der laufenden Saison unsere Ersatzspieler an zwei Spieltagen in der falschen Reihenfolge aufgestellt – unser Fehler. Der Hinweis an uns bzw. die Sanktionierung erfolgte leider erst nach dem zweiten Vergehen – reichlich spät und zudem eine sehr harte Entscheidung: So wurden genau jene Ersatzspieler genullt, die für uns Punkte geholt haben, statt einer für uns milderen Auslegung den Vorzug zu geben (z.B. den ersten der vertauscht aufgestellten Ersatzspieler noch zu werten – unser Jungster Alexander hatte dort zweimal gepunktet). Wir legten selbstverständlich Protest ein – und übersahen die einwöchige Frist. Entsprechend wurde unser Antrag nach reichlich Beratungszeit auch mit ebendieser Begründung abgelehnt. Und – der letzte bürokratische Fehler dieser langen Serie – uns wurde die Protestgebühr zurücküberwiesen.

Die Ausgangslage vor dem kalendarisch letzten Spieltag bedeutete für uns: der erste Platz war nicht mehr zu holen, trotz dass wir sportlich alle vorausgehenden acht Spieltage für uns entscheiden konnten. Konkurrent VfL Gera II lag uneinholbar vor uns. Egal wie gut wir in Hermsdorf abschneiden sollten, es würde voraussichtlich für den ersehnten Aufstieg nicht reichen. Da es scheinbar um nichts mehr ging, konnten wir umso befreiter aufspielen. ...

Lest hier wie es weitergeht.

8. August 2022

Die Kreisligamannschaft steigt schon im ersten Jahr auf!

Vor einem Jahr saßen wir im Immergrün zusammen und haben überlegt, ob wir noch eine dritte Mannschaft gründen sollen. Nachdem Robert S., Frankie, Joachim und Tanja zugesagt hatten zu spielen, haben wir uns spontan entschlossen, das Wagnis einzugehen.

Honza hat viel organisiert und angemeldet, damit alles klappt. Peter hat sogar die Leitung der Kreisliga übernommen und nach anfänglichen Problemen bei den Spieltagen auch hier eine gute Lösung gefunden. Tanja hat sich bereit erklärt, die Mannschaft zu leiten. Wolfram hat sie dabei tatkräftig unterstützt.

Und was ist dann passiert? Obwohl wir ständig Spieler an die zweite Mannschaft abgeben mussten, haben wir es fast immer geschafft, vollständig anzutreten. Nur einmal mussten wir ein Brett frei lassen. Das haben wir vor allem den Jugendspielern zu verdanken, die immer wieder eingesprungen sind: Jefim, Marek, Lara, Alexander, Leonard, Julian und Alexej, außerdem unserem Fußball-Trainer und schachlichen Neuzugang Florian. Besonders hervorzuheben ist dabei Jefim, der mit 3 Punkten aus 3 Partien das beste Ergebnis geschafft hat.

Obwohl wir krasser Außenseiter waren und mit 1081 den bei Weitem niedrigsten DWZ-Schnitt der Liga hatten, sind wir Zweiter geworden, nur ganz knapp hinter Schott, und die hatten einen DWZ-Schnitt von 1568:

Ligaübersicht

Da Schott verzichtet hat, konnten wir sogar aufsteigen und werden nächstes Jahr in der Bezirksklasse antreten.

Ein ganz herzlicher Dank gilt nicht nur allen Spielern, sondern auch den Organisatoren, die uns dieses erfolgreiche Jahr ermöglicht haben. Und ein besonderer Dank geht dabei an Peter, der in der letzten Saison die Kreisliga geleitet hat und in der kommenden Saison die Mannschaftsleitung übernehmen wird. Der zukünftigen Bezirksklasse-Mannschaft sei alles Gute und viel Erfolg in der kommenden Spielzeit gewünscht!

31. Juli 2022

Furioser Schlusspunkt unter Thüringenliga-Saison

Die Thüringenligamannschaft der fuß brothers hat die Saison mit einem furiosen 6:2 gegen Vimaria Weimar beendet. Beide Teams mussten auf einige Stammkräfte verzichten, doch im Laufe des Kampfes erwies sich recht zeitig, dass wir einen guten Tag haben würden.

Am Ende kamen wir auf auf vier Remisen (Rich, Honza, Jonas, Gérard) und vier Siege (Frank, Basti, Robert L. und Heiko). Herausragend dabei sicher Heikos Sieg am Spitzenbrett nach langem Auf und Ab im 89. Zug. Aber auch die anderen Partien waren hübsch anzuschauen.

Weimar wird die Liga in Richtung Oberliga verlassen, wofür wir ihnen viel Glück und Erfolg wünschen! Wir verabschieden uns mit einem schönen Sieg und als Tabellendritter in die Sommerpause.

3. Juli 2022

Nachgereicht: Außenseitersieg

Unsere erste Pokalmannschaft traf am 12.6. im Viertelfinale des Thüringenpokals auf die SV 1861 Liebschwitz, die in der vorhergehenden Runde unsere zweite Mannschaft mit 4:0 besiegt hatten. Auch hier waren wir fuß brothers der Außenseiter.

Am zweiten Brett mit Step war die Stellung sehr ausgeglichen und verflachte schnell – Remis. Kurz darauf geschah Dramatisches an Brett 3. Richard spielte "großmeisterlich" den Wartezug Kh1, worauf er glatt auf Verlust stand. Zum wiederholten Male in dieser Saison gelang ihm jedoch das Kunststück, das Ruder rumzureißen. Er verkomplizierte den Kampf, stand plötzlich auf Gewinn und holte den ganzen Punkt. In einer unklaren Stellung bot Jonas’ Gegner nach einem inhaltsreichen Kampf die Punkteteilung an. Damit stand es 2:1 für uns, aber eine Niederlage von Frank am ersten Brett wäre wegen der Berliner Wertung das Pokalaus gewesen. Doch Frank behielt die Nerven und ließ nichts anbrennen. Sein Remis besiegelte schließlich den 2,5:1,5-Mannschaftssieg.

Damit ist es uns nach dem Spiel in der Thüringenliga zum zweiten Male in einer Saison gelungen, gegen Liebschwitz zu gewinnen. Damit hat so wirklich niemand gerechnet. Wir freuen uns jetzt auf die Finalrunden des Thüringenpokals. Wahnsinn!

1. Juli 2022

Im Schlosse zu Apolda

Am bisher heißesten Tag des Jahres machten sich acht fuß brothers auf verschiedenen Anreiserouten auf den Weg ins Apoldaer Schloss zur 5. Runde der Thüringenliga, die nun, Mitte Juni, endlich nachgeholt werden sollte.

Die Apoldaer Schachfreunde zeigten sich zwar krankheitsbedingt ersatzgeschwächt, ansonsten jedoch kampf- und spielstark. Es gelang uns am heutigen Sonntag nicht, eine einzige Partie auf dem Brett zu gewinnen, wobei der Ablauf dennoch viel Spannung bereithielt.

Heikos kampfloser Punkt an Brett 1 versorgte uns mit einer trügerischen Führung, die möglicherweise dazu beitrug, dass es recht bald zu einigen Punkteteilungen kam. Richard bot mit Weiß gegen Matthias Schmidt bereits im 9. Zug das Remis an und wurde erhört. Honza musste gegen Harald Maiwald etwas mehr tun. Seine gute Vorbereitung gab ihm mit Schwarz schnellen Ausgleich und erlaubte schon zeitig eine kombinatorische Abwicklung in ein ausgeglichenes Doppelturmendspiel plus ungleichfarbige Läufer bei nahezu symmetrischer Bauernstruktur, wonach Honza keinen Grund sah, die Offerte abzulehnen. Auch unser Oldie Gérard, für den die Hitze sicher der größte Gegner an diesem Tag war, war nicht unglücklich, als er in leicht vorteilhafter Position von Roberto Rohmeiß ein relativ frühes Remisangebot erhielt. So war nach gut zwei Stunden die Hälfte der Partien vorbei und wir führten noch immer knapp.

An den restlichen vier Brettern entwickelten sich unterdessen volle Kämpfe. Step spielte eine ordentliche Partie ohne erkennbare Fehler, wurde jedoch peu à peu von seinem bestens aufgelegten Kontrahenten Jens Goemann auf Brett und Uhr unter Druck gesetzt. Er landete direkt mit der Zeitkontrolle in einer verlockenden Abwicklung ins Bauernendspiel, in der ihm jedoch ein Tempo fehlte, da Schwarz in der Hauptvariante seinen Bauern mit Schach umwandelte.

Die interessanteste Partie des Tages spielte wohl Jonas gegen Cliff Walther. In einem Anti-Grünfeldinder agierten beide Kontrahenten extrem unorthodox und originell. Jonas schien ein Händchen mehr im Spiel zu haben, doch nach wilden Verwicklungen landete er bei knapper Zeit in einem aussichtsreichen, wenngleich schwer zu durchschauenden Endspiel mit unsymmetrischer Materialverteilung. Hier traf er leider nicht die besten Entscheidungen und lief schließlich verlustbringend in ein taktisches Motiv. Wir lagen nun hinten.

So hing alles an unseren letzten beiden Kämpfern. Frank musste sich gegen FM Christian Aepfler einer langen positionellen Initiative erwehren und tat dies mit großem Geschick. Mit Geduld bot er Paroli, meisterte auch die schwierige Zeitnotphase und gab sich schließlich mit einem überschaubaren Turmendspiel mit Minusbauer zufrieden, weil er den Weg zum Remis erkannte. Abschließend erfolgte eine kleine Fingerübung zum Thema Fernopposition.

So blieb ausgerechnet an unserem Newcomer Robert die undankbare Aufgabe hängen, ein ausgeglichenes Turmendspiel gegen Walter Schmid auf Gewinn zu spielen. Dies konnte nicht effektiv geschehen, ohne sich der Gefahr des Überziehens auszusetzen. Beide Gegner gingen über die volle Distanz und Robert gab sein Bestes. Fast zwangsläufig landete er bei dem Versuch mit der Brechstange in einer verlorenen Position und musste schließlich nach beinahe sechs Stunden Spielzeit aufgeben. Das war unglücklich für ihn, aber sehr ehrenhaft. – Endstand: 5:3 für Apolda.

Wir liegen nun in der aktuellen Tabelle auf Platz 5, wo wir auch in etwa hingehören, und freuen uns auf das Saisonfinale in zwei Wochen gegen den Spitzenreiter Vimaria Weimar!

19. Juni 2022

Glückwunsch, Jefim!

In den Ergebnislisten der am Sonntag zu Ende gegangenen Deutschen Jugend-Einzelmeisterschaften im Schach taucht erstmals seit seinem Bestehen auch der Name unseres Vereins auf.

Zu verdanken haben wir diese Tatsache einem unserer jüngsten Mitglieder: Der neunjährige Jefim Mulgunov gehört gemeinsam mit seinem Bruder Alexej seit Herbst 2021 den fuß brothers an. Aufgrund seines guten Ergebnisses bei den Landesmeisterschaften hatte Jefim kurzfristig einen Nachrückerplatz bei den zentralen Meisterschaften angeboten bekommen.

Das Turnier nahm für ihn den erwartet schweren Verlauf. In der Startrangliste seiner Wertzahl entsprechend unter 60 Teilnehmern auf Platz 52 gesetzt, bekam Jefim es anfangs mit durchweg höher dotierten Gegnern zu tun. Er verlor die ersten vier Partien, nach sieben Runden befand er sich mit nur einem Punkt am Ende des Feldes. Dann aber geschah Unglaubliches: Ein Kurzsieg in Runde 8 motivierte Jefim zu einem starken Endspurt. Er gewann die restlichen Partien und schloss das Turnier mit einer schönen Siegpartie gegen den Thüringer Vizemeister ab.

Am Ende – nach elf Runden – lag Jefim mit 5 erkämpften Punkten auf Platz 40 und damit ein beträchtliches Stück über den Erwartungen. Wir gratulieren ihm zu diesem schönen Erfolg und hoffen, dass noch viele weitere folgen werden!

12. Juni 2022

Auswärtssieg in Meiningen

In der ersten gespielten Pokalrunde hatte unsere erste Mannschaft ein Auswärtsspiel in Meiningen.

Gegen den nominell stärksten Meininger einigte sich Step mit Schwarz an Brett 3 schnell auf Remis. Die Partie hatte mit symmetrischer Bauernstruktur nie die Remisbreite verlassen.

Kurz darauf gewann Heiko seinen Nimzo-Inder sehr souverän an Brett 1. Das war fast schon die Vorentscheidung, denn wegen der Berliner Wertung reichte uns jetzt bereits ein weiteres Remis zum Weiterkommen. Das sicherte dann Richard an Brett 4, der wohl das bessere Endspiel hatte, aber nichts riskieren wollte. Dies war schon der Einzug ins Viertelfinale.

Frank stand aus der Eröffnung heraus klar besser und sein Gegner war schon kurz vor der Aufgabe, doch Frank ließ Gegenspiel zu und übersah ein chancenreiches Qualitätsopfer. Dadurch wurde es nochmal spannend, aber Frank ließ nichts mehr anbrennen und gewann das Endspiel sicher. Auswärtssieg!

29. Mai 2022

Niederlage in der Oberaue

So viele Erfolgsmeldungen auf dieser Seite – da wollen wir natürlich auch unsere Niederlagen nicht verschweigen …

Nach dem vorangegangenen beachtlichen 4:4 gegen die 2. Mannschaft des Thüringer Spitzenclubs Erfurter SK (beide Teams traten ersatzgeschwächt an) kam es in der 9. Runde der Thüringenliga für uns mit dem Jenaer Derby SV Schott – fuß brothers zu einem echten Saisonhöhepunkt. Schließlich gehörten 6 Spieler unserer derzeitigen 1. Mannschaft in früheren Jahren dem SV Schott an.

Der Tabellenstand vor dieser Runde ( wir Platz 1 mit 11:1 Mannschaftspunkten, Schott Platz 6 mit 3:9 Mannschaftspunkten) spiegelt nicht die wahren Kräfteverhältnisse wider. Wir wissen: Wenn Schott das vorhandene Potential an die Bretter bringen kann, ist die Mannschaft ein starker und für jeden Konkurrenten ernst zu nehmender Gegner. Der Spielverlauf bestätigte diese Einschätzung.

Die strategisch angelegten Partien von Step (gegen Richard Brömel) und Basti (gegen Julian Bönisch) verliefen relativ ruhig und endeten folgerichtig mit Punkteteilungen. In den anderen Partien schien das Gleichgewicht bei einer Betrachtung nach etwa zwei Stunden Spielzeit gestört. Frank hatte gegen Stefan Schlick relativ früh einen Bauern eingebüßt und dafür keine Kompensation erhalten. Im Gegenteil: Die weißen Türme und Springer eroberten zunehmend Terrain. Als Ausgleich dazu hatte Heiko gegen Maximilian Kölsch die deutlich bessere Stellung auf dem Brett, der Gewinn schien nur eine Frage der Zeit.

Honza musste gegen Prof. Dreyer positionelle Nachteile verwalten. Nach Gérards Eröffnungsbehandlung mit Schwarz gegen Florian Jung war eine optisch wenig Vertrauen erweckende Stellung entstanden. Andererseits hatte sich Jonas gegen Daniel August eine Erfolg versprechende Position erarbeitet und auch Richard stand gegen Prof. Vieweg aktiver. Zu diesem Zeitpunkt war also alles offen.

Die Entscheidung über den Ausgang des Kampfes fiel dann schnell: Heiko sah eine von Max vorbereitete schlaue Falle zu spät und musste so kleinere Brötchen backen. Fast zeitgleich übersah Jonas in klarer Gewinnstellung ein Schach gegen seinen unrochierten König, was den sofortigen Dame- und Partieverlust zur Folge hatte. Gérards Partie war zu diesem Zeitpunkt schon mit einem Friedensschluss zu Ende gegangen: gesunder Mehrbauer für Schwarz gegen aktiveres Spiel von Weiß. Die nachfolgenden Analysen ergaben, dass beide Spieler eine schwarze Gewinnvariante übersehen hatten.

Frank und Honza versuchten ihr Bestes, den drohenden Verlust abzuwenden, mussten sich aber letztlich dem starken Spiel ihrer Gegner beugen. So blieb es Richard vorbehalten, an diesem Tag unseren einzigen Gewinnpunkt einzufahren und damit die Niederlage in erträglichen Grenzen zu halten. Er hatte in der Zeitnotphase die bessere Stellung und die stärkeren Nerven.

Wir gratulieren Schott zum verdienten Sieg, der Klassenerhalt sollte damit gesichert sein.

Runde 9 bedeutet in diesem Jahr noch nicht das Saisonende. Es stehen zwei weitere wegen Corona verschobene Runden an, die im Juni und Juli mit der TSG Apolda und Vimaria Weimar zwei starke Gegner für uns bereithalten werden. Wir können es locker angehen und freuen uns darauf!

15. Mai 2022

Thüringer Einzelmeisterschaft der Jugend

Frank hat einen Bericht über die Thüringer Meisterschaft der Jugend geschrieben, an der dieses Jahr erstmals sieben unserer Mitglieder teilgenommen haben.

21. April 2022

Nach Manebach im Morgengrauen

Nach einer langen Wettkampfpause bekam unsere 1. Mannschaft am 27. März 2022 endlich wieder Gelegenheit, einen Thüringenliga-Kampf am Brett auszutragen. Gastgeber waren die sympathischen Sportfreunde vom Ilmenauer SV. So setzte sich wenige Stunden nach der Zeitumstellung im Morgengrauen ein Bus in Jena in Bewegung, der nach Zwischenhalt in Weimar kurz vor neun an der Sporthalle Manebach eintraf. Denn dort, vor den Toren der kleinen Universitätsstadt, am Rande eines maulwurfshügelübersäten Fußballplatzes, im Angesicht von Bach und Berg und Bimmelbahn, sollte unser Spiel stattfinden. Und so kam es.

Bereits nach 14 Zügen und knapp zwei Stunden, der Damentausch vollzog sich gerade, erhielt Honza eine Remisofferte, die er nach kurzer Abwägung eigener und mannschaftlicher Möglichkeiten an diesem Tage akzeptierte. Danach passierte viel in den Köpfen und auf den Brettern, doch lange nichts auf dem Spielberichtsbogen. Basti hatte das Pech, gegen einen jungen Mann aus Kasan spielen zu müssen, der zwar noch keine DWZ vorweisen kann, aber dem Vernehmen nach ein aufstrebender Meister ist. Und so spielte er auch: planvoll-strategisch, mutig und im entscheidenden Moment wachsam wie ein Adler. So stand plötzlich ein weißer Springer auf d4 in einer unauflösbaren Fesselung und ein paar Alibizüge später gab Basti die Partie verloren. – Wir werden den Werdegang seines Kontrahenten Ainur Ziganshin aufmerksam weiterverfolgen. Vielleicht ist das Partieformular mit seinem Autogramm ja bald schon einiges wert.

Danach ging es Schlag auf Schlag: Robert, der sein Debüt in unserer Ersten gab, verteidigte umsichtig und gelassen seine Bastion gegen wütende weiße Bauernattacken, bevor er mit seinen beiden Pferden ins gegnerische Hinterland hüpfte und sie hübsch und geschickt gegen eine weiße Dame eintauschte. Der Rest war Formsache. Bravo, toller Einstand! Roberts jüngerer Bruder Richard war unterdessen in eine arg unübersichtliche Konstellation gerasselt, doch dann wollte sein Gegner in eher vorteilhafter Stellung zu viel. Statt eine Qualität einzuheimsen, ging er übermütig auf Matt. Dass Richard kontern kann, hat er uns schon mehrfach bewiesen, und so tat er es auch in diesem Fall. Clever fing er den feindlichen Turm und manövrierte sich aus den Dauerschachdrohungen heraus, sodass der volle Punkt an uns ging.

Etwa zur selben Zeit nahm Step Abstand von seinen Bemühungen, eine ruhige, geschlossene Position auf Gewinn zu spielen. Beide Spieler hatten behutsam und durchaus tiefgründig dafür gesorgt, dass die Partie die Remisbreite wohl nie verlassen hatte, daher erschien die Punkteteilung nicht überraschend. Der halbe Punkt kam uns jedoch mehr zugute, da Frank bereits auf Gewinn stand. Er hatte den überstürzten Vormarsch des gegnerischen h-Bauern mit konsequenter Zentralisierung beantwortet und war dann mit seinem Springer über d5 und e7 ins gegnerische Lager eingebrochen. Beeindruckend, wie Frank sich für seine Schlussoperation noch einmal Bedenkzeit gönnte, dann den Qualitätsgewinn verschmähte und stattdessen mit Tempozügen seinen Turm auf die siebte Reihe beförderte, wonach die vielfältigen Angriffsdrohungen den Kontrahenten zur Aufgabe zwangen. Das hatte Stil!

So stand es also 4:2, nur die beiden Spitzenbretter waren noch heiß umkämpft. Während Heiko ein leicht vorteilhaftes Endspiel mit besserem Läufer verwaltete, spielte Thomas eine seiner hochkomplexen Sizilianisch-Partien mit gewagten Manövern in alle Richtungen. In der Zeitnotphase ließen beide Spieler die Uhr bis auf Sekunden herunterlaufen. Thomas schien neben einem Mehrbauern auch den besseren Durchblick zu haben. Er selbst hatte jedoch das Gefühl, wie er später zu Protokoll gab, den Faden in der Zeitnotschlacht ein wenig verloren zu haben. Nun, von außen sah alles ganz folgerichtig aus! Doch Thomas' Gegner stellte Springer und Läufer auf die Grundreihe zurück und verteidigte hartnäckig den wunden Punkt g2. Thomas, der sich auf der Suche nach dem perfekten Kunstwerk vielleicht mehr versprochen hatte, bot mit dem 41. Zug Remis, wenngleich sein Vorteil noch immer augenscheinlich war. Das sei ihm gestattet, denn erstens war der Mannschaftssieg damit eingetütet, zweitens war die Partie unglaublich anspruchsvoll und drittens wollen wir nicht vergessen, dass Thomas dankenswerterweise die Fahrdienste fürs Team übernommen hatte.

Auch Heiko bewies nun pragmatischen Sinn und willigte zügig in die Punkteteilung ein, sodass wir den Manebacher Maulwurfshügeln schon gegen halb zwei den Rücken wenden und die Heimreise antreten konnten. Shakehands mit den umgänglichen Ilmenauer Sportfreunden beschlossen den Wettkampftag. Wir nahmen ein stolzes 5:3 und zwei weitere Mannschaftspunkte mit nach Jena. Damit ist der Klassenerhalt bereits gesichert, obwohl erst fünf Runden gespielt wurden. Fantastisch! Freilich kommen nun erst die Hochkaräter der Liga. Unsere komfortable Tabellensituation wird es uns erlauben, diese Spitzenspiele zu genießen, ohne allzu sehr über Sieg oder Niederlage nachdenken zu müssen. Am 24. April geht es weiter gegen die Staffelfavoriten vom Erfurter SK. Wir freuen uns darauf!

27. März 2022

Erfolge in der 3. bis 5. Runde der DSOL

Ein Bericht vom Mannschaftsleiter Wolfram

Obwohl wir in der ersten Liga (Gruppe D) als Außenseiter gestartet waren, konnten wir nach zwei Auftaktniederlagen durch 3:1 Siege gegen Uelzen und Kastellaun sowie ein 2:2 Unentschieden gegen Bad Homburg uns im Mittelfeld etablieren. Zu verdanken ist dies vor allem Heiko, der 4,5 aus 5 Punkten holte. Aber auch Franz holte 2 aus 2, Step 1,5 aus 3 und Gerhard 1 aus 1 Punkten. Als nächstes steht das schwere Spiel gegen den Spitzenreiter Bayern München an und auch der Abschlussgegner SF Berlin ist nominell viel stärker:

https://dsol.schachbund.de/tabelle.php?s=2022&l=1d
https://lichess.org/study/CHAM0WLr

Mit der zweiten Mannschaft (7. Liga Gruppe A) hatten wir es durch 3:1 Siege gegen Eppendorf IV und Bad Homburg II schon bis an die Tabellenspitze geschafft. Dann mussten wir gegen die
Schachfreunde Greiz antreten, die wir am Sonntag vorher noch im Punktspiel in der Bezirksklasse geschlagen hatten. Hier mussten wir leider eine bittere 0:4 Niederlage einstecken. In den
verbleibenden Partien gegen Erkenschwick IV und München III können wir jedoch aus eigener Kraft noch den zweiten Tabellenplatz erreichen, mit dem wir in die Endrunde kommen würden. Aber es
wird knapp, denn Verden hat nur einen halben Brettpunkt weniger:

https://dsol.schachbund.de/tabelle.php?s=2022&l=7a
https://lichess.org/study/zDpGnelE

Die dritte Mannschaft (10. Liga Gruppe D) spielte zunächst 2:2 gegen Alzenau III, um dann den Favoriten Hamburg X mit 2,5:1,5 und Eppingen mit 3:1 zu schlagen. Trotzdem bleiben wir hinter
Hamburg auf dem zweiten Tabellenplatz. Diesen wollen wir nun in den verbleibenden Runden gegen Eichstetten und Walldorf verteidigen um auch hier die Endrunde zu erreichen:

https://dsol.schachbund.de/tabelle.php?s=2022&l=10d
https://lichess.org/study/f7Ie9UDW

In der vierten Mannschaft (10. Liga Gruppe C) spielen vor allem junge Spieler, die sich trotz der starken Gegner wacker schlugen und gegen Lehrte III und Niederkassel II ein 2:2 Unentschieden schafften. Nur beim 0:4 gegen Leinfelden III mussten wir Lehrgeld bezahlen. Es stehen noch die Begegnungen mit Herzogenaurach IV und Seelscheid II aus:

https://dsol.schachbund.de/tabelle.php?s=2022&l=10c
https://lichess.org/study/Fs04RNZY

19. März 2022

Ostthüringer Einzelmeisterschaft des Nachwuchs 2022

Am ersten Märzwochenende, dem 5./6. 3., konnte seit längerem wieder eine einigermaßen geordnete Ostthüringer Einzelmeisterschaft des Nachwuchses in den Altersklassen U10 - U18 durchgeführt werden.
Den Bericht von Frank, Gerhard und Wolfram findet ihr hier.

12. März 2022

David gegen Goliath?

Ein Bericht vom Mannschaftsleiter Wolfram

Bis auf unseren Spitzenspieler Heiko war unsere erste Mannschaft in der 2. Runde der DSOL gegen den Kölner SK Lasker I krasser Außenseiter. Aber wir schlugen uns wacker. Und Goliath wankte, aber er fiel nicht. Während Heiko an Brett 1 einen schönen Sieg erspielte, standen auch Frank an 2 und Step an 3 auf Gewinn und Wolfram an 4 konnte eine Zeit lang mithalten. Doch am Ende verliert David gegen Goliath mit 1:3. Heiko jedoch ist in 2 Jahren DSOL nach wie vor ungeschlagen und hat am Spitzenbrett mittlerweile 8,5 aus 9 Punkten erspielt. Chapeau!

https://lichess.org/study/CHAM0WLr

Wir sind zwar auf dem vorletzten Tabellenplatz, aber im nächsten Spiel gegen Uelzen spielt Franz mit und wir erhoffen uns einen spannenden Kampf:

https://dsol.schachbund.de/tabelle.php?s=2022&l=1d

Dafür schlagen wir den SC Verden mit der 2. Mannschaft klar mit 4:0.

https://lichess.org/study/zDpGnelE

Siege durch Martin, Wolfram, Peter und Lara führen uns auf den 2. Tabellenplatz, den wir in der nächsten Runde gegen Eppendorf IV verteidigen wollen:

https://dsol.schachbund.de/tabelle.php?s=2022&l=7a

Auch die 3. Mannschaft siegt gegen Rot-Weiß-Göttingen IV mit 3:1. Robert an Brett 1, Julian an 3 und Tanja an 4 holen die Punkte, während Jo an 2 leider verliert:

https://lichess.org/study/f7Ie9UDW

Hier sind wir auf Platz 3 und spielen in der nächsten Runde gegen Alzenau III:

https://dsol.schachbund.de/tabelle.php?s=2022&l=10d

Die 4. Mannschaft spielt gegen den SC Schwarz-Weiß-Zell II. Hier kommt es zu einem 2:2, welches eigentlich ein 1:1 ist. Während Marek an Brett 1 verliert, gewinnt Robert an 3. An Brett 2 macht sich chessbase wieder einmal selbstständig. Ohne dass Alexej die Dame berührt hat, zieht diese im 8. Zug auf d5, wo sie eingestellt wird. So verliert Alexej ärgerlicherweise die Partie. Am 4. Brett hingegen wartet Anton 45 Minuten lang vergeblich, dass ein Gegner kommt:

https://lichess.org/study/Fs04RNZY

Das nächste Spiel ist gegen Lehrte III:

https://dsol.schachbund.de/tabelle.php?s=2022&l=10c

19. Februar 2022

Chaos-Tage bei der DSOL

Ein Bericht vom Mannschaftsleiter Wolfram

Der Auftakt zur diesjährigen Saison der Deutschen Schach-Online-Liga verlief eher rumpelig.

Am Montag spielte die 3. Mannschaft gegen Illingen II und trotz aller Bemühungen kamen weder Jefim und Julian noch einer der Gegner in den Turnierraum. So mussten die beiden Partien eine Woche später nachgeholt werden. Hier gelang uns ein 2:2 Unentschieden dank der Siege von Joachim und Julian.

https://lichess.org/study/f7Ie9UDW

Auch bei der Spitzenmannschaft lief nicht alles glatt. Da Franz am Spitzenbrett ausgefallen war, waren die Gegner aus Zehlendorf II wesentlich stärker. Zudem gab es wieder etliche technische Probleme. Am Ende mussten wir uns 0,5:3,5 geschlagen geben. Nur Heiko sorgte am Spitzenbrett mit seinem Remis für unsere Ehrenrettung.

https://lichess.org/study/CHAM0WLr

Die zweite Mannschaft konnte zumindest ein Unentschieden erreichen. Wolfram und Alexander erkämpften die Punkte zum 2:2 gegen Erdmannhausen.

https://lichess.org/study/zDpGnelE

Die vierte Mannschaft war hingegen glücklos und musste sich 0,5:3,5 gegen Zehlendorf IV geschlagen geben. Nur der jüngste, Alexej konnte sich nach einer wechselvollen Partie auf Remis durch Dauerschach einigen:

https://lichess.org/study/Fs04RNZY

7. Februar 2022

Wir sind erste Liga … und spielen gegen Bayern München!

Am 31. Januar beginnt die neue Saison in der Deutschen Schach-Online-Liga mit 320 Mannschaften in 10 Ligen. Wir haben es geschafft, mit 24 Spielern in vier Teams dabei zu sein.

Dank der beiden internationalen Meister Franz und Heiko spielen wir sogar in der ersten Liga, Gruppe D. Zudem spielen Frank, Wolfram und als Ersatz Gerhard, Step und Jonas. Gleichzeitig wird es hart und wir haben nur Außenseiterchancen. Höhepunkt der Saison wird das Spiel am 29.03. gegen Bayern München. Aber das Team rund um Großmeister Michael Bezold ist im Schnitt fast 200 DWZ-Punkte besser als wir. Außerdem warten starke Teams wie Berlin, Köln und Zehlendorf II auf uns: 1. Liga D

Die zweite Mannschaft spielt in der siebten Liga Gruppe A mit Martin, Wolfram, Peter und Alexander. Lara, Frankie und Leopold können als Ersatz einspringen. Hier sind wir in der Vorrunde nach dem SC Verden auf Platz 2 gesetzt: 7. Liga A

Dank unserer Schachjugend, die jeden Dienstag im Polaris trainiert, haben wir gleich zwei Mannschaften in der zehnten Liga. Die dritte Mannschaft spielt mit Robert, Jefim, Joachim und Julian in Gruppe D. Hier liegen Alzenau III und Hamburg X in der DWZ-Liste vor uns: 10. Liga D

Die vierte Mannschaft schließlich spielt in Gruppe C mit Tanja, Marek, Alexej und Leonard. Als Ersatz kommen noch Anton, Isabella und Thure dazu: 10. Liga C

24. Januar 2022

Gérards Bericht zum Skatturnier

Die fuß brothers haben einen neuen Skatchampion - und der heißt Florian Behrendt!
Flo schaffte es nach 2 x 5 Runden als Einziger, die 1000 Punkte-Grenze zu überbieten.

Zu unserem Skatturnier hatten sich im „Immergrün“ 10 Teilnehmer eingefunden. Eigentlich sollten es 13 sein, aber in 3 Fällen verhinderte Corona letztlich die Teilnahme.
In der Abwägung zwischen dem Wunsch, unser letztmalig 2018 ausgetragenes traditionelles Skatturnier wieder aufleben zu lassen und der berechtigten Forderung nach Einschränkung der Kontakte in der aktuellen kritischen Phase haben wir uns für das Turnier entschieden – mit der Selbstverpflichtung, sich zum Schutze der Mitspieler möglichst zahlreich einem Selbsttest zu unterziehen.

Es entwickelte sich ein spannendes Geschehen. Da wir die Rundenzahl wegen der Corona-Sperrstunde reduzieren mussten, gewann jedes Spiel an Bedeutung. Die Punkt-Ergebnisse lagen zu jeder Zeit dicht beisammen. Ein Spiel verloren statt gewonnen, konnte durchaus ein Abrutschen um 3 bis 4 Plätze bedeuten.

Mit Flo gewann der aktivste Spieler des Abends verdient. Er bestritt 16 Spiele, die mit Abstand meisten. Interessant (und für ein Skatturnier überhaupt nicht typisch): Der Sieger verlor auch 4 Spiele, das war an diesem Abend die zweithöchste Zahl.
In dieser Hinsicht behielten nur Heiko und Frank eine reine Weste, sie verloren kein Spiel. Nun hoffen natürlich alle, dass unsere beiden Spitzenbretter diese Positiv-Serie in der laufenden Schachsaison fortsetzen.

Ich möchte allen danken, die bei der Organisation in irgendeiner Weise mitgeholfen haben. Ein besonderer Dank gebührt aber ratio. Indem er einen Teil der Feier zu seinem 40. Geburtstag ins „Immergrün“ verlegte, rettete er den 1.12. als Termin für das Turnier. Es gehört zu den Ungerechtigkeiten dieser Welt, dass ausgerechnet Peter an diesem Abend zwei Spiele mit der Augenzahl 60 verlor!
Der Endstand (in Klammern: gewonnene/verlorene Spiele):

1, Flo 1046 (12/4)
2. Heiko 930 (8/-)
3. Frank 893 (9/-)
4. Gérard 871 (9/1)
5. Jo 822 (9/2)
6. Horrz 654 (6/2)
7. Wolfram 622 (8/1)
8. ratio 349 (7/5)
9. Frankie 328 (5/3)
10. Feo 80 (3/3)

Die allgemeine Meinung war: Diese schöne Veranstaltung sollte 2022 eine Fortsetzung finden.

5. Dezember 2021

Gut geschlagen

In der 2. Runde der Thüringer Spielklassen haben sich alle drei Mannschaften der fuß brothers gut geschlagen.

Die 1. Mannschaft bekam es in der Thüringenliga mit einem Konkurrenten im Abstiegskampf, der SG Barchfeld/Breitungen zu tun. Während Heiko am Spitzenbrett früh in die Punkteteilung einwilligte, entwickelte sich das Geschehen in den anderen Schwarzpartien zunächst optimal. Step und Jonas übernahmen bald das Zepter und ließen es sich in den kommenden taktischen Verwicklungen nicht mehr entreißen. Auch Rich stand gut, stellte jedoch einzügig einen Springer ein. Wie er danach einfach weiterkämpfte, war sehenswert. Er öffnete sofort die Stellung und nutzte die schlechte Figurenentwicklung seines Kontrahenten, um unter Ausnutzung von Mattmotiven das Steuer herumzureißen. Der dritte Schwarzsieg für uns!

Die Weißpartien waren allesamt langwieriger. Basti gewann ziemlich zeitig einen Bauern, musste aber viele Züge aufwenden, um die Koordination seiner Steine wiederherzustellen. Dies tat er geduldig und mit viel Prophylaxe. Am Ende stiegen seine Springer mächtig in die gegnerische Stellung ein und holten den vollen Punkt. Frank hatte an Brett 2 ein interessantes Endspiel mit Turm und Springer gegen Turm und Läufer bei gleicher Bauernzahl. Es war lange Zeit objektiv ausgeglichen, doch für die Läuferseite angenehmer zu spielen. Als es Schwarz schließlich gelang, seinen König zu zentralisieren und nach vorne zu schieben, ging die Partie für uns verloren.

Gérard und Honza manövrierten währenddessen ruhig und positionell auf kleiner Flamme. Gérards Gegner stellte dann in Zeitnot und spielerisch unter Druck die Dame ein, sodass Honza wie schon zuvor in Liebschwitz die längste aller Partien spielte. Er transformierte kleine Vorteile, bis er in einem gewonnenen Läuferendspiel mit zwei Mehrbauern endete. Somit waren starke sechseinhalb Brettpunkte und ein wichtiger Mannschaftssieg unter Dach und Fach.

Dieser schöne sportliche Erfolg wurde noch übertroffen von einem überragenden 5:3 unserer 2. Mannschaft in der Bezirksklasse Ost gegen die Zweite des VfL Gera. An den vorderen Brettern wurden vier solide Remis eingefahren, was nicht allzu überraschend war. Doch niemand konnte damit rechnen, dass an den Brettern 5 bis 7 Danilo, Lara und Robert S. drei volle Punkte gegen gestandene Geraer Vereinsspieler erkämpfen würden!

Abgerundet wurde der Spieltag durch ein 2:2 unserer dritten Mannschaft, die gegen die Zweite von Kings Club Jena ihr Debüt in der Kreisliga erlebte. Marek und Jefim holten die Siege für uns und sicherten mit starken Leistungen den Mannschaftspunkt.

24. Oktober 2021

fuß brothers beim Spatzenturnier erfolgreich

Fast zwei Jahre durften wir keine Turniere am Brett mehr spielen. Aber nun ging es für fünf Jugendspieler, die sich sonst jeden Dienstag zum Training im Polaris treffen, zum Spatzenturnier nach Saalfeld. Dort warteten starke Gegner und spannende Partien auf uns.

In der U10 konnte Jefim einen Gegner nach dem anderen besiegen. In der sechsten Partie hatte er schon einen Springer weniger und kam dennoch zum Matt. Nur in der siebten Partie übersah er eine Springergabel und verlor seine Dame. Mit 6 aus 7 Punkten wurde er trotzdem Sieger in seiner Altersklasse.

In der U8 erlebte Alexej ein Wechselbad der Gefühle. Zwei Niederlagen gegen die späteren Turniersieger Johann Meitzner und Jonas Löffelholz warfen ihn zurück. Schließlich schaffte er mit 5:2 Punkten aber den dritten Platz. Einen Sonderpreis hätte er für die Partie gegen Theo Weihbrecht verdient. Dort spielte er seine schönste Kombination.

In der U12 waren gleich drei Spieler von uns angetreten. Und sie lieferten sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende hatte Julian die Nase vorn. Mit 4,5 aus 7 Punkten schaffte er den 4. Platz. Ihm kam vor allem zugute, dass er sich Zeit nahm und gründlich über die Stellungen nachdachte. Selbst gegen den späteren Turniersieger Matteo Junge stand er nicht schlecht, verlor aber durch Zeitüberschreitung. Dicht dahinter folgten schon Niklas auf dem 6. und Leopold auf dem 7. Platz. Beide mit 3,5 Punkten und nur durch einen halben Punkt in der Feinwertung getrennt.

Gut gelaunt ging es auf den Heimweg und wir freuen uns schon auf das nächste Jugendturnier, das Sternturnier im November.

18. Oktober 2021

Unverhofft

Nach der langen Coronapause und dem Saisonabbruch spielt unsere 1. Mannschaft nun in der Thüringenliga. Obwohl wir uns personell nochmal verstärkt haben, kann das Saisonziel nur der Klassenerhalt sein.

Im ersten Spiel trafen wir auswärts auf Liebschwitz, die als Absteiger aus der Oberliga ganz klar der Favorit waren. Die Anreise mit Thomas’ Kleinbus hat gut geklappt. Jonas, der direkt aus Halle anreiste, hatte mit Nebel und seinem Navi zu kämpfen, und kam letztlich nicht ganz pünktlich zum Anpfiff. Wir waren froh, als er uns dann vollständig machte.

Sebastian einigte sich mit seinem Gegner in einem ausgeglichenen Endspiel auf Remis. Richard hatte seinen Springer in eine ungünstige Lage gebracht und stand vermutlich auf Verlust. Er opferte mutig und ideenreich einen Bauern und gelangte zu aktivem Gegenspiel. Letztlich verdient Remis. Nachdem der geplante Angriff am Damenflügel abgeblockt war, nahm Stefan das Remisangebot an. In einer ganz starken Partie zeigte Frank seine ganze Klasse und gewann mit einem schönen taktischen Schlag. Weniger Glück hatte Jonas: In komplizierter Stellung mit beiderseitigen Chancen fehlte ihm am Schluss etwas Bedenkzeit. Damit war es wieder ausgeglichen.

In einer echten Kampfpartie verteidigte sich Thomas zäh. Bei Zeitnot des Gegners verkomplizierte er die Stellung und hatte das Glück des Tüchtigen. Wir gingen in Führung. Damit sah es schon sehr gut aus. Honza hatte eine gute Stellung, aber wenig Zeit, und Heiko eine optische gute Stellung, wo es aber nicht so klar war, wie er die gegnerische Verteidigung brechen kann. Letztlich gelang es ihm nach einen langem Kampf, den vollen Punkt zu holen. Ein schöner Einstieg von Heiko bei uns. Leider verlor Honza den Faden und letztlich die Partie, aber den Mannschaftssieg konnten sie uns nicht mehr nehmen.

Mit viel Kampf, fünf entschiedenen Partien, Glück und Pech und vor allem Teamgeist haben wir einen unverhofften Auswärtssieg geholt. Wahnsinn!

10. Oktober 2021

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